Durch verwilderte Gartenterrassen mit Mandelbäumen, Feigenkakteen, Mispelbäumen und Weinfeldern geht es auf einem steil angelegten Köngispfad in die Bergwelt des Nordwestens hinauf. Früher stellten diese Pflanzen die Lebensgrundlage für die Einwohner dar und noch heute spielen sie eine Rolle in der Landwirtschaft dieser Region.
Auf dieser Wanderung durchqueren wir verschiedene Miniklimazonen mit abwechslungsreicher Vegetation. In höheren Lagen bekommen die vielen wilden Blumen die Oberhand – sie umrahmen die zahlreichen, liebevoll renovierten Casitas.
Die Landschaft wird bald durch Schluchten und bizarre Felsformationen geprägt. Der prachtvolle Weitblick vom Caldera-Kraterrand gewährt uns einen Blick über den gesamten Südwesten der Insel und natürlich den Atlantischen Ozean.
Je weiter wir hinabsteigen, desto häufiger bekommen wir Details der Bananenplantagen und Avokadopflanzungen zu sehen. Dies sind heute die wichtigsten landwirtschaftlichen Erzeugnisse der Insel. Es werden aber auch neue Züchtungen erprobt, wie z.B. der Anbau der afrikanischen Zierblume Protea.
Kurz hinter dem „ Mirador El Time“ - bekannt für seinen fantastischen Blick über das gesamte Aridanetal - fällt die Felswand steil ab. Auf dieser Nase zum Meer stehen herrschaftliche Villen mit üppigen Gärten und weitläufigen Parks, die sich unserem Blick meist entziehen.
Ein alter Transportweg, der Königspfad, der heute gelegentlich von den Lanzenspringern für ihren halsbrecherischen “Salto de Pastor” genutzt wird, führt uns in zahlreichen Serpentinen hinab zum Hafen von Tazacorte. Puerto de Tazacorte ist der Ort mit den meisten Sonnenstunden in Europa!
Nach dem anstrengenden Abstieg erfrischt ein Bad im Atlantik. Wer Lust hat, verschnauft in einer der kleinen Terrassenbars an der Strandpromenade.