a: Diese Wanderung entführt uns in einen verwunschenen Nebelwald, der zum Biosphären-Reservat von Los Tilos gehört. Der Cubo de La Galga befindet sich in einer der regenreichsten Regionen der Insel und bietet eine äusserst üppige, urwaldartige Vegetation.
Wir tauchen in 550 m Höhe unter die geschlossene Blätterkrone des Lorbeerdschungels ein. Die aus dem Tertiär stammende Urvegetation ist in ihrer ursprünglichen Heimat, dem Mittelmeerraum, seit der Eiszeit ausgestorben.
An einer von Efeu und lianenartigen Rankengewächsen verhangenen Felswand windet sich der Pfad entlang. Absolute Stille, nur ab und zu ist das Gurren der Lorbeertaube zu hören. Nur selten gewähren die Bäume Einblicke in die tiefe, immergrüne Schlucht .
Das grüne Dach öffnet sich erst, als wir eine Waldpiste erreichen, die uns zum Aussichtspunkt Somada Alta führt. Bei klarem Wetter liegt uns der gesamte Nordosten zu Füssen. Vom Leuchtturm Barlovento bis zum Barranco Nogales. Und direkt vor uns befindet sich das kleine Örtchen San Bartolo, unser erstes Etappenziel.
Von nun an ändert sich mit abnehmender Höhe die Pflanzenwelt. Pfirsich- und Mandelbäume lösen Baumheide und Gagelsträucher ab. Die Gärten der Palmeros gewähren uns Einblick in die lokale Landwirtschaft: Kartoffeln, Mais, Artischocken, Paprika und die Protea, eine afrikanische Blumensorte, die hier kultiviert und zum grössten Teil nach Holland exportiert wird.
a+b: Im Ort San Bartolo beginnt der zweite Teil dieser abwechslungsreichen Wanderung: Auf unserem Weg Richtung Küste erleben wir nun die sukkulente Vegetationszone. Durch eine atemberaubend schöne Schlucht gelangen wir fast bis hinunter ans Meer. Nach dem nun folgenden mühsamen Aufstieg passieren wir Bananenplantagen und Weinfelder und beschliessen oberhalb einer der faszinierenden Strände der Insel, die Playa Nogales, unseren Wandertag.